Einrichtung, Adresse

Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben
Halderstraße 6-8, 86150 Augsburg

Träger

Stiftung Jüdisches Kulturmuseum
Augsburg Schwaben
Halderstraße 6-8, 86150 Augsburg

Auskunft

Dr. Benigna Schönhagen
Tel.: 0821-513658, Fax: 0821-513626
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.jkmas.de

Besichtigung, Öffnungszeiten
  • Di, Do, Fr: 9 - 16 Uhr, Mi: 9 - 20 Uhr, So: 10 - 17 Uhr
  • Der Museumsrundgang schließt die Besichtigung der Großen Synagoge ein.
  • Führungen durch Museum und Synagoge, Themenführungen, Workshops und Studientage nach Vereinbarung, Tel.: 0821-513611 oder 0821-513658.
  • Öffentliche Führungen finden jeweils am 1. Mittwoch im Monat statt, und zwar am 17.09., 12.11., 03.12.2008 um 18.00 Uhr.
Eintrittspreise
  • Erwachsene 4,00 Euro
  • Schüler und Studenten 2,00 Euro
  • Erwachsene in Gruppen ab 10 Personen 2,00 Euro
  • Schüler in Gruppen ab 10 Schüler 1,00 Euro
  • Familienkarte 8,00 Euro
  • Jeden 1. Sonntag im Monat freier Eintritt.
  • Führungen ab 10 Erwachsene pro Gruppe 40,00 Euro
  • Führungen ab 10 Schüler pro Gruppe 35,00 Euro

Geschichte

Die seit Anfang des 13. Jahrhunderts in Augsburg lebenden Juden bildeten die früheste belegte jüdische Gemeinde im Bereich des heutigen Bayerisch-Schwaben. Nach ihrer Austreibung 1438/40 bildete sich erst wieder in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zuge der Emanzipation eine jüdische Gemeinde. Sie wuchs rasch und konnte 1917, mitten im Ersten Weltkrieg eine repräsentative neue Synagoge einweihen.
Die 1914-1917 erbaute Synagoge ist prachtvoll gestaltet - ein architektonisches Juwel. Nach Schändung und Zweckentfremdung in der NS-Zeit wurde das Gebäude zwischen 1972 und 1985 renoviert. Seitdem bildet die Synagoge wieder das Zentrum der heutigen Israelitischen Kultusgemeinde mit etwa 1800 Mitgliedern.
Der Westtrakt dient seit 1985 als Museum - eines der ersten jüdischen Kulturmuseen in der Bundesrepublik. Ritualgeräte ehemaliger jüdischer Gemeinden in Schwaben bilden den Schwerpunkt der Sammlung. Eingebettet in die historischen Zusammenhänge und um interaktive Medien sowie Hörstationen ergänzt, sind sie Glanzpunkte der neuen, im Spätherbst 2006 eröffneten Dauerausstellung zur Geschichte und Kultur der Juden in Augsburg wie in den ehemaligen Landjudengemeinden in Bayerisch-Schwaben vom Mittelalter bis in die Gegenwart.

Weitere Spuren jüdischen Lebens
  • Jüdischer Friedhof Haunstetter Straße (Haltestelle "Berufsschule" der Straßenbahnlinie 4)
  • Jüdischer Friedhof in Kriegshaber, Hooverstraße 15 (Schlüssel bzw. Führungen beim JKM oder bei der Israelitischen Kultusgemeinde)
  • Gedenkstätte für die ermordeten Augsburger Juden im Rathaus, Maximilianstraße
  • Ensemble von ehemaliger Synagoge und jüdischen Wohnhäusern in Kriegshaber, Ulmer Straße 228
Publikationen

Gernot Römer, Die Austreibung der Juden aus Schwaben. Schicksale nach 1933 in Berichten, Dokumenten und Bildern, Augsburg 1987

Wiederabdruck der Festschrift zur Einweihung der neuen Synagoge in Augsburg am 4. April 1917. Dr. Richard Grünfeld: Ein Gang durch die Geschichte der Juden in Augsburg, in: 10 Jahre Wiedererrichtung der Synagoge Augsburg – 10 Jahre Gründung des Jüdischen Kulturmuseums Augsburg-Schwaben 1985 – 1995, Augsburg 2001, S. 81 – 290.
 
Schönhagen, Benigna: Orte jüdischer Geschichte und Kultur. Augsburg – die Synagoge. Haigerloch 2006.