Einführung

Wer mit offenen Augen durch Schwaben fährt, dem fallen die Zeugnisse einstiger jüdischer Existenz auf:
Synagogen und Friedhöfe, Wohnhäuser und Schulen, Denkmäler und ehemalige jüdische Wohnviertel; hier und da ein Erinnerungsgegenstand oder ein kostbares Objekt des jüdischen Kultus in einem Museum. Sie alle zeugen von der Bedeutung, die Juden für die Region hatten.

Einige Zeugnisse sind nicht zu übersehen wie die renovierten Synagogen in Binswangen und Hainsfarth, in Ichenhausen und im württembergischen Bopfingen-Oberdorf. Andere wollen entdeckt werden, manche sind für immer zerstört. Die einst blühenden jüdischen Gemeinden Schwabens wurden in der NS-Zeit ausgelöscht, die Kultur des süddeutschen Landjudentums ist vernichtet. Aber in Augsburg gibt es wieder eine lebendige jüdische Gemeinde.

Bankverbindung

Stiftung Jüdisches Kulturmuseum
Netzwerk Historische Synagogenorte in Bayerisch-Schwaben
Stadtsparkasse Augsburg
Kontonummer: 0240643866
BLZ: 72050000

Viele Spuren ehemaligen jüdischen Lebens kann man heute nur mit Hilfe kundiger Führer oder intensiver Lektüre finden. Diese Website will die Spurensuche erleichtern und zu ihr anregen. Der Besucher erfährt, wo und wie er sich über die jüdische Geschichte eines Ortes informieren kann. Sie gibt Auskunft über die Gedenkorte und stellt fünfzehn Einrichtungen und Kommunen, Initiativen und Vereine vor, die sich dafür engagieren, dass das Bewusstsein für das
jüdische Erbe der Region nicht verschwindet. So wird jüdische Geschichte als Teil der Heimatgeschichte kenntlich.

Die Betreuer der Gedenkorte haben sich im "Netzwerk Historische Synagogenorte" zu einer Arbeitsgemeinschaft
zusammengeschlossen und als erstes gemeinsames Projekt eine Broschüre herausgegeben.

Noch sind nicht alle ehemaligen jüdischen Orte in Bayerisch-Schwaben erfasst. Deshalb will das Netzwerk auch dazu einladen, dass sich engagierte Betreuer für weitere Orte finden.

Dr. Benigna Schönhagen
Jüdisches Kulturmuseum
Augsburg-Schwaben
  Prof. Dr. Rolf Kießling,
Universität Augsburg