Geschichte

Seit 1573 ist die Existenz von Juden in Fischach belegt. Der jüdische Friedhof wurde 1774 angelegt. Von den ursprünglich 420 Gräbern sind heute noch 403 erhalten, auf denen die meisten Inschriften lesbar sind. Darunter befinden sich zwei hölzerne Grabbretter aus den Jahren 1815 und 1833. Der älteste Grabstein stammt aus dem Jahr 1796, die letzte Bestattung fand 1942 statt.
Auf dem Friedhof steht außerdem ein Tahara-Haus mit einem Leichenwagen. Auf dem Friedhof befindet sich ein Gedenkstein zur Erinnerung an die während des Nationalsozialismus ermordeten Fischacher Juden.

Weitere Spuren jüdischen Lebens
  • Ehemalige Synagoge von 1739 (heute Wohnhaus), Am Judenhof 4
  • Ehemalige jüdische Schule von 1845-47 (heute Wohnhaus), Am Judenhof 6
Publikationen

Fischach - Geschichte einer mittelschwäbischen Marktgemeinde von Michael Piller, Konrad Verlag Weißenhorn 1981.

Dokumentation "Jüdischer Friedhof Fischach", ungedruckt, im Rathaus einsehbar.