Einrichtung, Adresse

Jüdischer Friedhof
Am Hühnerberg, 86655 Harburg
(von der Stadtmitte etwa 2 km westlich oberhalb von Harburg zuerst Richtung Burg bis zum Ortsende, dann nach Westen auf der Anhöhe, Feldweg nach rechts)

Träger

Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern
Effnerstraße 68, 81925 München, Tel.: 089-989442 (Michael Trüger)

Auskunft

Friedrich Thum
Tel.: 09080-559

Besichtigung, Öffnungszeiten

Nach Vereinbarung, Friedrich Thum, Tel.: 09080-559, oder Fremdenverkehrsamt Harburg, Tel.: 09080-969924. 

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Geschichte

Nach mehrfachen Hinweisen auf jüdische Einwohner in Harburg am Ende des Mittelalters wurden Juden dort erst wieder in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts von den Grafen zu Oettingen-Oettingen angesiedelt. Der jüdische Friedhof entstand 1671. Heute finden sich dort keine Grabsteine mehr aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
1811 waren 25 Prozent der Harburger jüdisch. 1939 wurde die jüdische Gemeinde durch Wegzug und Vertreibung aufgelöst. Das letzte Begräbnis fand 1938 statt (Julius Nebel).

Weitere Spuren jüdischen Lebens
  • Ehemalige Synagoge (heute Wohnhaus), Egelseestraße 8
  • Ehemaliges jüdisches Wohn- und Schulhaus (heute Wohnhaus), Egelseestraße 15
Publikationen

Reinhard Jakob, Die jüdische Gemeinde von Harburg (1671-1871), Nördlingen 1988.

Michael Trüger, Der jüdische Friedhof in Harburg, in: Der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, Jg.10, Nr. 68 vom Dezember 1995, S. 16.