Einrichtung, Adresse

Ehemalige Synagoge Ichenhausen - Haus der Begegnung
Vordere Ostergasse 22, 89335 Ichenhausen

Träger

Stiftung ehemalige Synagoge Ichenhausen
Heinrich-Sinz-Str. 14, 89335

Auskunft

Inge-Ruth Müller (Rathaus Ichenahusen)
Tel.: 08223/4005-52
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.ichenhausen.de

Besichtigung, Öffnungszeiten
 
Jeden 4. Sonntag im Monat von März bis Oktober:
  •  Öffnung der ehemaligen Synagoge von 13:30 - 17:00 Uhr und nach Vereinbarung
  •  Öffnung des jüdischen Friedhofes von 14:00 - 15:00 Uhr
Eintrittspreise
  • Erwachsene: 2,50 €
  • Kinder ab 10 Jahren, Jugendliche und Studenten: 1,50 €
  • Gruppen ab 10 Personen 1,50 €
  • Schulklassen 1,00 €
  • Begleitende Lehrkräfte: 1,50 €
  • Familienkarte 5,00 €
  • Pauschale für Vortrag: 20,00 €
Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Juden in Ichenhausen datiert aus dem Jahr 1541. Seit Ende des 16. Jahrhunderts existierte wohl eine jüdische Gemeinde. Die ehemalige Synagoge Ichenhausen, 1781 im klassizistischen Stil errichtet, erhielt ihr jetziges Aussehen durch eine umfangreiche Sanierung und Restaurierung von 1985 bis 1987.
1938 wurde die Synagoge von Nationalsozialisten geschändet und demoliert. Heute dient sie als "Haus der Begegnung". Integriert ist die Dauerausstellung "Juden auf dem Lande - Beispiel Ichenhausen". Darin wird die Geschichte der ehemals größten jüdischen Landgemeinde in Bayern von den Anfängen bis zu ihrer Vernichtung durch das NS-Regime nachgezeichnet. Im Keller der ehemaligen Synagoge ist ein Ritualbad (Mikwe) zu besichtigen.

Weitere Spuren jüdischen Lebens
  • Jüdischer Friedhof, am südlichen Stadtrand von Ichenhausen, mit etwa 900 noch erhaltenen Grabsteinen und einem Tahara-Haus (bei guter Witterung an jedem 4. Sonntag im Monat von 14:00 Uhr bis 15:00 Uhr von März bis Oktober geöffnet)
  • Gedenktafel mit den Namen der ermordeten Juden aus Ichenhausen im Vorhof der ehemaligen Synagoge
Publikationen

Katalog "Juden auf dem Lande - Beispiel Ichenhausen", hg. vom Haus der Bayerischen Geschichte, München 1991.

Falk Wiesemann, Torawimpel aus Ichenhausen, in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben 87 (1994) S. 131-141

Georg Kreuzer, Zur gescheiterten Konversion des Bernhard Hochstädter (1801-1862), Adstant (Gehilfe) an der deutsch-israelischen Schule in Ichenhausen, in: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte 36 (2002) S. 192-208.

Peter Schwenk, Eine bisher unbekannte Mikwe in Ichenhausen, in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben 97 (2004) S. 315-344