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Historische Synagogenorte in Bayerisch-Schwaben

Harburg: Friedhofspfleger Friedrich Thum erhält Bezirksmedaille

Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement zur Erinnerung an das jüdische Leben in Schwaben

Sieben-Schwaben-Medaille: Bezirkstagspräsident Martin Sailer und Medaillen-Empfänger Friedrich Thum auf dem jüdischen Friedhof in Harburg (Landkreis Donau-Ries)
© Bezirk Schwaben, Sarah Haderer

Erinnerung an jüdisches Leben in Schwaben:
Friedrich Thum erhält Bezirksmedaille

Seit Jahrzehnten betreut Friedrich Thum den jüdischen Friedhof in Harburg und setzt sich für die Erinnerung an das jüdische Leben in Schwaben ein. Für dieses Engagement ehrte ihn Bezirkstagspräsident Martin Sailer mit der Sieben-Schwaben-Medaille.
Mit seinem ehrenamtlichen Einsatz trägt Thum dazu bei, Geschichte zu vermitteln. Zum Beispiel, indem er Interessierte und Schulklassen über den Friedhof führt. Dabei lässt er sein umfangreiches Fachwissen und auch die Erzählungen seines Vaters einfließen. Vor etwa 40 Jahren übernahm Thum die Pflege des Friedhofs in dritter Generation. Zudem vertritt er die Stadt zusammen mit dem Bürgermeister, Wolfgang Kilian, im Netzwerk „Historische Synagogenorte in Bayerisch-Schwaben“ und engagiert sich regelmäßig am „Europäischen Tag der jüdischen Kultur“.
Heute erinnern etwa 250 Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof in Harburg an die Kultur- und Religionsgeschichte der jüdischen Bevölkerung und zeugen gleichzeitig von den Verbrechen des Nationalsozialismus. Eine Geschichte, die Thum durch seine Arbeit wachhält.

Die Sieben-Schwaben-Medaille erhalten Bürger des Bezirks, wenn sie sich in besonderer Weise für das Gemeinwohl in Schwaben einsetzen.

Die ausführliche Pressemitteilung des Bezirks Schwaben zur Ehrung von Friedrich Thum finden Sie im rechten Sidebar dieser Seite.

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