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Historische Synagogenorte in Bayerisch-Schwaben

Buttenwiesen

Geschichte
Eine jüdische Gemeinde ist in Buttenwiesen seit 1571 nachweisbar. Die erste Synagoge wurde ca. 1700 errichtet. Nachdem sie bei einem Wohnhausbrand stark beschädigt wurde, entstand 1856/57 ein Neubau im neomaurischen Stil. In der Reichspogromnacht im November 1938 raubten die Nationalsozialisten die Ritualien und demolierten die Inneneinrichtung.
Die Kultusgemeinde wurde 1942 ausgelöscht. 1950/51 erfolgte der Umbau zur Volksschule, wobei innen und außen alle Gestaltungselemente der ehemaligen Synagoge entfernt wurden. Die Nutzung als Schule dauerte von 1953 bis 1994. Durch Nischen und Markierungen auf dem Außenputz sind seit 1988 Portale und Fenster der ehemaligen Synagoge kenntlich gemacht.
Heute befindet sich ein Gottesdienstraum der evangelischen Kirche in dem Gebäude.

Spuren jüdischen Lebens
> ehemalige Synagoge, Schulplatz 6, 86647 Buttenwiesen
> Jüdischer Friedhof, an die Synagoge angrenzend
> Denkmal für die ehemaligen jüdischen Mitbürger, vor der Synagoge
> ehemaliges Ritualbad, Schulplatz 8
> ehemalige jüdische Schule, Geistbergstraße 4
> Jüdische Wohnbebauung, in der Donauwörther Straße und am Marktplatz ("Judenhof")

Kontakt
Gemeinde Buttenwiesen
Dr. Johannes Mordstein
Marktplatz 4
86647 Buttenwiesen
Tel.: 08274-999913
E-Mail: johannes.mordstein@buttenwiesen.de
Internet: www.buttenwiesen.de

 Besichtigung, Führung
> ehemalige Synagoge: 
   nach Vereinbarung
> Jüdischer Friedhof:
   Schlüssel bei der Gemeindeverwaltung
> Audioguide "Jüdisches Leben in Buttenwiesen": online unter www.buttenwiesen.de und in Buttenwiesen mobil über QR-Codes an den Stationen ehemaliger Bahnof (jetzt Feuerwehrhaus), Donauwörther Straße, ehemalige jüdische Schule, ehemalige Synagoge, ehemaliges Ritualbad, Jüdischer Friedhof.

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Bayerische Sparkassenstiftung