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Historische Synagogenorte in Bayerisch-Schwaben

Wallerstein

Geschichte
Schon für das Mittelalter finden sich schriftliche Belege über die Existenz von Juden in Wallerstein. Der jüdische Friedhof wurde 1510 angelegt. Spätestens nach dem 30-jährigen Krieg war dieser Friedhof der zentrale jüdische Begräbnisplatz in der Grafschaft Oettingen. Nur in Aufhausen gab es einen weiteren Friedhof für die Teilgrafschaft Oettingen-Baldern.
Nach dem Abbruch der alten Synagoge 1804 errichteten die Wallersteiner Juden 1806/08 eine neue Synagoge, die im November 1938 beschädigt und im Inneren zerstört wurde. Auch der jüdische Friedhof wurde in der NS-Zeit mehrfach schwer geschändet, gegen Ende des Kriegs wurde ein großer Teil der Grabsteine abgeräumt und zerschlagen. Nach Kriegsende wurden die noch erhaltenen Steine zurückgebracht und auf der abgeräumten Fläche willkürlich aufgestellt. Das Tahara-Haus (Leichenhaus), das sich links vom Eingangstor befand, wurde im Herbst 1974 abgebrochen.
Der Friedhof umfasst heute eine Fläche von 122,20 a. Er liegt ca. 1 km östlich von Wallerstein inmitten von Wiesen und Feldern. Von den ursprünglich 900 Grabsteinen sind noch etwa 300 erhalten. In der Mitte des östlichen Friedhofsteils stehen fünf große Gräber von Rabbinern (Rabbiner Marx Michael Kohn und David Weiskopf) und deren weibliche Familienangehörige. Gegenüber dem Eingang fällt die große Grabstätte des Nathan Michael Ries und seiner Mutter Gala auf.

Spuren jüdischen Lebens
> Jüdischer Friedhof, von der Riegelstraße herkommend nach der Bahnunterführung, 86757 Wallerstein
> Tafel zur Erinnerung an die Synagoge, die 188 erbaut und 1979 abgebrochen wurde, Hauptstraße 61

Kontakt
Verwaltungsgemeinschaft Wallerstein
Tel.: 09081-276018

Besichtigung, Führung
> Jüdischer Friedhof:
    Nach Vereinbarung über die Verwaltungsgemeinschaft Wallerstein

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